Du trittst in den Morgen

mit dem Bleisaum am Zahnfleisch
nach vier Stunden Schlaf ohne Schlaf
in der Coverversion eines Traumes
im Original aus den Achtzigern.

Dahinstellen und ausnüchtern
es sind noch Satzenden übrig
und ein halber Sack Erde und Salz.
Die Beweisaufnahme ist weiter im Gange

du stolperst ins Licht, längst nicht raus aus der Sache
fängst dir was ein, wirfst es fort
nimmst dir frei und gibst dich gefangen.
Was muss passieren, damit was passiert.

Am Abend zählst du deine Finger
drückst sie ins Schwarze, machst einen Abdruck
ins Album, legst dich zu den Akten
zu den zirpenden Grillen, die du niemals siehst.

(2014)

 

 

 

 

 

 

Advertisements

One Comment on “Du trittst in den Morgen”

  1. primatberlin sagt:

    Mann vom Balkon! Du musst mal wieder das Haus verlassen!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s