Gedicht Anfang März

Auf der Suche nach dem verlorenen Schlaf
zwischen den Bäumen, die du gestern gezählt hast
legst dein Ohr an die Borke, hörst auf das Rauschen
einer grünen Verschwörung, Erlen und Ulmen
haben die Plätze getauscht.

Wirfst Reisig auf wie ein hungriger Vogel
keine Ruhe, sie zeigt sich auch nicht
unter den Blättern von gestern, Feuerwanzen
bewachen das Totholz. Zu deinen Füßen
wühlen Mäusearmeen, im Untergrund

bauen Maulwürfe Städte. Du musst hier fort
nichts in der Hand als verwitterte Flügel
von Ahornsamen, die feinen Skelette
sie tragen nichts mehr und du
legst den Kopf auf die Lichtung, bleibst wach.

(2014)

 

 

 

 

 

 

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