Wieder ein Tag ohne Post

Aufwachen auf dem Teppich
mit den Schuhen von gestern vor dem Gesicht
einfach diesen Tag auslassen
abwarten und Tee trinken und abwarten
dass der Staub im Zimmer sich setzt
die Schatten sich einmal
über alle Wände bewegen und ein Hungergefühl
langsam aufkommt, es ertragen
Sich einen Tag ausdenken, gut möbliert
mit den Dingen, die vorkommen könnten
Frühstück nackt in der Küche
oder der Besuch einer Frau, die man
wenig kennt, die ein Buch bringt
das ordentliches Leben beschreibt
mit erfreulichen Möglichkeiten
und offenem Ausgang, wie dieses Gedicht
in dem ich dann doch wieder
vor dem Briefkasten stehe

(1990)

 

 

 

 

 

 

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